Am letzten Sonntag war es schließlich soweit: der zweite Bad Abbacher Benefizlauf hat stattgefunden. Bei sonnigem, und für meinen Geschmack etwas zu warmem, Wetter fiel pünktlich um 12:00 mittags der Startschuss und 800 Läufer und Walker aller Altersklassen machten sich auf den Weg um die Rundkurse. Für die Läufer gab es einen 1,6 Km langen Rundkurs zum Teil durch den Schatten spendenden Wald während die Walker einen 1,2 Km langen Rundkurs über die Bad Abbacher Felder zu absolvieren hatten.
Natürlich stand bei dem Lauf der gute Zweck und die ebenso gute Laune und Spaß im Mittelpunkt. Ziel des Laufes war es, Geld zur finanziellen Unterstützung für an Brustkrebs erkrankten Frauen zu sammeln. Dazu fließen die Erlöse des Laufs in ausgewählte Projekte. Neben der reinen Laufveranstaltung gab es zu diesem Zweck auch noch einen Kuchenverkauf sowie Getränke- und Essensstände, um sich zu nach getaner „Arbeit“ zu stärken und noch zusätzlich Geld für den guten Zweck zu sammeln.
Aber es ging natürlich nicht nur darum, Geld zu sammeln und Kaffee und Kuchen zu genießen, sondern es wurde auch sportlich. Ziel des Laufes war es nämlich innerhalb von zwei Stunden so viele Runden um den Rundkurs zu schaffen wie möglich. Selbstverständlich gab es keinen Leistungsdruck und man konnte so langsam oder so schnell gehen und laufen wie man wollte, Pausen machen, sich unterhalten und einfach das herrliche Wetter genießen. Für mich persönlich war der Benefizlauf neben der guten Sache aber auch eine Trainingseinheit mit etwas Abwechslung zu meinen sonstigen Sololäufen durch die Bad Abbacher Pampa.
Mein persönliches Ziel war es, in den zwei Stunden 20 Km zu laufen. Da es am Sonntag für Mitte September mit rund 23 Grad unüblich warm war, war mir aber schon morgens klar, dass das wohl nichts werden wird. Immerhin wollte ich mich auch nicht komplett verausgaben, weil die nächste Trainingseinheit für den 3-Länder Marathon auch schon für den Dienstag danach geplant war. Nichtsdestotrotz habe ich mein bestes gegeben und habe alle zwei Runden meine Pace gewechselt. Sprich alle zwei Runden hatte ich eine Pace von ~5:30 – 5:40 Min/Km bzw. von ~6:15 – 6:30 Min/Km mit einer kurzen Trinkpause an der Verpflegungsstelle. Ich hätte durchaus auch schneller laufen können, allerdings wäre ich dann auch im Schwellenbereich gelaufen und wie gesagt wollte ich mich nicht komplett verausgaben. Als ich bei rund 1:54:00 über den Start- Zielstrich gelaufen bin, war die Versuchung, aufzuhören, schon groß. Andererseits hatte ich aber auch noch einige Körner im Tank und mein Ziel von 20 Km noch nicht erreicht. Auch wenn es zu diesem Zeitpunkt unrealistisch war, die 20 KM noch zu schaffen, habe ich auf der letzten Runde nochmal alles gegeben und bin mit einer Herzfrequenz von 185 über den Rundkurs gelaufen. Das hat zwar dann nur zu ein bisschen mehr als 19 Km gereicht, aber es war auch sehr gut zu wissen, dass ich nach rund zwei Stunden laufen noch genug Energie hatte, um nochmal zu „sprinten“.
Abschließend will ich mich bei den Veranstaltern bedanken, die zu einem wirklich guten Zweck so ein tolles und spaßiges Laufevent auf die Beine gestellt haben und ich freue mich schon auf nächstes Jahr.

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