My Road to…Bregenz Teil 1

Kürzlich saß ich entspannt auf der Terrasse bei einer Tasse Kaffee und habe mir so überlegt, worüber ich denn in Zukunft schreiben sollte. Und siehe da, ich hatte eine Idee. Ob es eine gute war, weiß ich noch nicht, aber es war zumindest eine. Warum nicht einfach mal über die letzten Wochen Training vor meinem nächsten Marathon(versuch) schreiben. Und genau das ist das, was ich hier jetzt mache. Das ist also Teil 1 meiner Serie „Road to Bregenz“. Warum Bregenz? Zum einen ist Bregenz eine schöne Stadt und zum anderen befindet sich dort das Ziel des 3-Länder-Marathons.

Ach ja…warum „Marathon(versuch)“? Nun ja, das ist erst mein zweiter Marathon. Und obwohl ich meinen ersten recht gut überstanden habe, fehlt mir persönlich einfach noch die Sicherheit, um zu sagen „Marathon? Klar! Wann und wo soll ich einen laufen?“. Für mich ist das schon noch eine Herausforderung, für die ich mich gewissenhaft vorbereiten muss und auch will.

3-Länder-Marathon

Ziel des Marathons ist, grenzüberschreitend durch drei Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz) in wunderschöner Kulisse am Bodensee bzw. den Alpen zu laufen. Start ist dabei am Bodensee in Lindau. Die Strecke geht dann zuerst am Bodensee entlang nach Bregenz und von dort weiter in die Grenzstadt Höchst in Vorarlberg. Dort geht es frei nach dem Motto „#noborder #nolimit“ über den Grenzübergang nach St. Margarethen in der Schweiz und von dort dann am Rhein entlang wieder zurück nach Bregenz zum Zieleinlauf im Stadion.

Das Streckenprofil ist dabei größtenteils flach mit kleineren Steigungen. Nur ausgerechnet bei ~Kilometer 40 gibt es nochmal eine Steigung mit ca. 15 Metern Höhenunterschied. Nun sind jetzt erst einmal 15 Höhenmeter normalerweise kein allzu großes Thema. Es sei denn man hat schon rund 40Km in den Beinen 😉

Und da der Marathon Mitte Oktober, genauer gesagt am 11. Oktober, stattfindet, ist hoffentlich auch die zur Zeit große Hitze kein Thema mehr. Alles in allem, freue ich mich schon sehr auf diesen Marathon vor wundervoller Kulisse und vielen anderen Teilnehmern von Weltklasse bis zu Freizeitläufern wie mir.

Mein Training in der KW 32

Was stand also auf dem Plan der vergangenen Woche? Zum einen und wichtigsten: mit der Hitze fertig werden. Daher war der Fokus weniger auf knallharten Tempoeinheiten, sondern auf leichten Ausdauerläufen und eher gemäßigten Tempoläufen.

Los ging es am Dienstag mit Tempointervallen, die eigentlich für die Woche davor geplant waren, die ich aber verschoben hatte, um der schlimmsten Hitze etwas auszuweichen. Nach einem 10-minütigen Einlaufen mit einem Maximalpuls von 145, ging es auch schon los mit den Tempointervallen. Jippie! Jeweils vier Mal vier Minuten im Schwellenbereich, gefolgt von jeweils drei Minuten gehen bzw. traben zwischen den Tempoeinheiten bis der Puls wieder unter 140 war. Das dauerte bei mir allerdings kaum länger als eineinhalb Minuten. Nach diesen vier schweißtreibenden Intervallen, gab es noch ein 10-minütiges cool down auf dem Weg nach Hause. Wer die Details sehen will, darf gerne auf Fitpub schauen.

Nebelschwaden an der Donau frühmorgens
Donnerstag frühmorgens an der Donau

Am Donnerstag stand dann ein ganz entspannter leichter Morgenlauf auf dem Programm. Nichts besonderes, aber dennoch wichtiges, einfach um sich auch mit der Grundlagenausdauer zu beschäftigen. Rund 50 Minuten ging es bei kühlen Morgentemperaturen an der Donau entlang. Insgesamt war ich rund 6,5Km unterwegs mit einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 135 und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 7,9 Km/h. Also wirklich nichts besonderes und nichts womit man bei einem Rennen einen Blumentopf gewinnen könnte. Aber auch das gibt es auf Fitpub.

Am Samstag wurde es dann wieder „ernster“ mit erneuten Tempointervallen. Wie sonst auch habe ich mich erst einmal 10 Minuten lang aufgewärmt mit einem gemächlichen Lauftempo mit Maximalpuls von 145. Danach gab es wieder 4 x 4 Tempoeinheiten gefolgt von einer Gehpause bzw. bis der Puls wieder unter 140 war. Anstatt wie bei der vorherigen Tempotrainingseinheit auf den Puls zu achten und in der Schwelle zu laufen, war dieses Mal das Ziel mit einer durchschnittlichen Pace von 5:10 Min/Km zu laufen (ich sagte ja anfangs schon, dass es eher gemäßigte Tempoeinheiten waren 😉 ). Nach den Tempoeinheiten, gab es dann noch ein 10-minütiges cool down auf dem Weg nach Hause unter die wohlverdiente Dusche. Die Statistikliebhaber finden die Daten übrigens hier.

Am Sonntag sollte dann zum Wochenabschluss noch ein langer Lauf über insgesamt 17,5 Km folgen aufgeteilt in 10 langsame Km, gefolgt von 5 Km im mittleren Herzfrequenzbereich und mit abschließenden 2,5 Km in der Schwelle. Leider hat mir hier allerdings die Hitze einen Strich durch die Rechnung gemacht. Da es in der Nacht auf Sonntag angenehm kühl war, habe ich mich morgens, anstatt um kurz nach sechs Uhr aufzustehen, noch einmal im Bett umgedreht in der Hoffnung, dass es nicht so schnell heiß werden würde. Die Hoffnung stirbt zwar bekanntermaßen zuletzt, aber kurz nach 09:00 Uhr war sie dann auch schon tot. Auch wenn die Luft noch einigermaßen kühl war, hat die Sonne schon deutlich stark gebrannt und so hat es auch nicht lange gedauert bis das Laufen immer unangenehmer wurde. Ich hatte zwar noch recht lange die Hoffnung, dass es ohne größere Probleme klappt, aber spätestens rund 1,5 Km vor dem Ziel hat die Hitze ihren Tribut gezollt. Ich hatte immer größeren Durst und meine Elektrolytgetränke waren zu dem Zeitpunkt schon so gut wie aufgebraucht. Da ich vor zwei Jahren unter ähnlichen Bedingungen einen leichten Hitzschlag hatte und damals auch mein Sommer quasi vorbei war, habe ich beschlossen, die restlichen 1,5 Km lieber leicht zu traben und zu gehen und keine gesundheitlichen Probleme zu riskieren. Unterm Strich habe ich dann für die 17,5 Km ein wenig über zwei Stunden gebraucht (genaue Statistiken gibts hier), was sogar für mich schon eher langsam war. Aber lieber so als etliche Tage auszufallen. Und einen Trainingseffekt hatte ich ja dennoch.

Ein schattiger Weg an der Donau
Sonntagmorgen an der Donau

Nächste Woche gibt’s dann weitere Einblicke in meine „aufregende“ Vorbereitung für mein nächstes größeres Rennen.

Kommentare

4 Kommentare zu „My Road to…Bregenz Teil 1“

  1. Avatar von Diana Rengstl
    Diana Rengstl

    Super Beitrag Paps, find’s auch super, das du keinen Hitzeschlag mehr haben willst #supportthat #yay 💗😼

  2. Avatar von Bobby
    Bobby

    Den Marathon schaffen Sie sicherlich, Herr Rengstl! Bobby wünscht Ihnen viel Glück 🙂 In dieser Hitze konnte man aber wirklich kaum gehen, geschweige denn laufen. Ich bin gespannt darauf zu sehen, wie nächste Woche laufen wird, beziehungsweise wie Sie laufen werden 🙂

    1. Avatar von Christian Rengstl

      Danke 🙂 Nächste Woche gibt’s dann den nächsten Beitrag

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